Über Uns

Unsere Werte

Wir bei Naturwelten verpflichten uns dazu, Produkte aus fairem Handel zu vermarkten, denn: das respektvolle Zusammenleben aller Seiten ist für uns oberste Priorität! Dazu gehört Respekt gegenüber den Bauern und Produzenten, der Natur, der Handelspartner, unserer Mitarbeiter, und selbstverständlich gegenüber unseren Kunden. Diesbezüglich inspirieren wir uns an den Werten und Richtlinien der Gemeinwohlökonomie (GWÖ).

Wir sind davon überzeugt, dass ein fairer Handel und ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur die Voraussetzungen für eine bessere Welt sind. Wir wollen natürlich keine Weltverbesserer sein, aber wir denken, dass jeder seinen Beitrag dazu leisten kann. Genau diesen Gedanken wollen wir vermitteln.

Wir bieten Ihnen aus großer Überzeugung biologische Produkte an: Sie sind gut für die Natur, für die Produzenten sowie selbstverständlich auch für den Konsumenten! Obwohl für sehr viele Menschen der Preis beim Einkaufen das Hauptkriterium ist, was zum Teil sehr verständlich ist, sind wir stark der Meinung, dass man in verschiedenen Bereichen mit dem Verzicht auf „Bio-Qualität“ seinem Körper mehr Schaden antut als das Gesparte es Wert war. Dazu gehört ganz klar auch der Textilbereich!

Obwohl es eine sehr utopische Idee ist, dass alle Menschen auf der Welt mit Respekt und Fairness zusammenleben, so sollte dies doch stets unser aller Ziel sein! Spinnt man diesen Gedanken weiter, so wären Entwicklungsprojekte (natürlich mit Ausnahme von Naturkatastrophen) eigentlich überflüssig. Gewissermaßen könnte schon fast von Hypokrisie die Rede sein.

Trotzdem sind wir ganz klar der Meinung, dass viele Entwicklungsprojekte sehr sinnvoll und seriös geführt sind, daher unterstützen wir auch mithilfe unserer Kunden unterschiedliche Projekte.

Neben den großen, etablierten Fair-Handels-Organisationen und -Labels gibt es einige, meist sehr kleine Betriebe, die mit ihrer Art und Weise des Handelns durchaus konstruktive, wenn auch kommerzielle Entwicklungshilfe leisten. Naturwelten arbeitet in erster Linie mit solchen Unternehmen zusammen.

Jeder Mensch will selbst mit Respekt behandelt werden, sei es von Freunden, Arbeitskollegen oder vom Chef. Wir fragen uns: Was hindert so viele Menschen daran, mit ihrem Konsumverhalten Menschen auf der anderen Seite der Erde ebenso zu behandeln? Wenn auch auf den ersten Blick der faire Aspekt in der Produktionskette eines Produktes den Endverbraucher nur auf moralischer Ebene betrifft, sind wir klar der Meinung dass dieser viel weitreichendere Folgen hat: Auf lange Dauer können so ganze Gesellschaftsbilder (um)geformt werden. Wer will schon mit seinen Kindern in einem Land leben, in dem man absolut keine Zukunftsperspektiven hat?

Bio & Fairer Handel - was bedeutet das?

Als ökologisch oder biologisch werden Landwirtschaftssysteme bezeichnet, die nachhaltig Rücksicht auf Ökologie und Umweltschutz nehmen und somit den Einfluss des Menschen in die Kreisläufe der Natur verringern.

Bei der Feldwirtschaft wird nicht bloß auf den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutz- und Düngemittel, sondern auch auf Verarbeitungs-Zusatzstoffe, künstliche Farb- und Konservierungsstoffe und Gentechnik strikt verzichtet. Bei der Tierhaltung wird zudem auf artgerechte Haltung (Freilufthaltung, ausreichend Platz, natürliche Beleuchtung, Stressreduktion, etc.) sowie auf den Verzicht ertragssteigernder Antibiotika oder Hormone verzichtet. Zusätzlich wird meistens nach regionalen, saisonalen und ethischen Kriterien gewirtschaftet. In der Europäischen Union unterliegt die biologische Landwirtschaft gesetzlichen Richtlinien, ein Produkt darf also nur als biologisch bezeichnet werden, wenn diese Richtlinien respektiert wurden. Dies wird von staatlichen sowie unabhängigen, anerkannten Kontrollorganen geprüft und anhand von sogenannten „Bio-Labels“ gekennzeichnet.

Irrtümlicherweise denken die meisten Menschen beim Begriff der biologischen Landwirtschaftnur an Nahrung, dabei bringt die Landwirtschaft längst nicht nur Nahrungsmittel hervor – auch Naturfaser wie Baumwolle, Tierwolle oder Seide gehören dazu. Ebenfalls Lederschuhe, Matratzen, Farben, Kosmetika oder aber Möbel, um nur einige Beispiele zu nennen, können aus biologischer Landwirtschaft stammen. Es ist auch ein weit verbreiteter Fehlglaube, dass biologische Landwirtschaft nur den Umgang mit der Natur oder den Tieren betrifft. Es handelt sich vielmehr um ein ganzheitliches Konzept, in dem auch soziale Kriterien mit einfließen.

Da die meisten biologischen Erzeugnisse am Ende vom Menschen konsumiert werden, bezieht der Begriff „Bio“ sich in diesem Sinne auch auf die Gesundheit des Menschen. Am Ende, ob synthetische Pflanzenschutzmittel auf Obst und Gemüse, Antibiotika in Tierprodukten oder chemische Farbe in Kleidungsstücken – der Kontakt mit all diesen Stoffen geht sicherlich nicht ganz an unserer Gesundheit vorbei. Besonders bei Naturfasern wird die Gefahr durch chemische Farb-, Bleich- oder Waschmittel von den meisten Menschen stark unterschätzt: Kleidungsstücke werden den ganzen Tag über eng an der Haut getragen; die enthaltenen Schadstoffe werden demnach unvermeidbar durch die Poren aufgenommen und gelangen somit in den Körper. Immerhin ist die Haut das größte Organ des Menschen – denken Sie bei der nächsten Shopping-Tour doch einmal daran!

Als Fairer Handel wird ein kontrollierter Handel bezeichnet, bei dem den Erzeugern für die gehandelten Produkte oder Produktbestandteile meist ein von den einzelnen Fair-Trade-Organisationen unterschiedlich bestimmter „Mindestpreis“ bezahlt wird. Damit soll den Produzenten auch bei niedrigeren Marktpreisen ein höheres und verlässlicheres Einkommen als im herkömmlichen Handel ermöglicht werden. Die Höhe eines gerechten Preises ist ein seit Jahrtausenden diskutiertes Thema der Wirtschaftsethik. Dazu wird bei dieser Handelsform außerdem versucht, langfristige „partnerschaftliche“ Beziehungen zwischen Händlern und Erzeugern aufzubauen. In der Produktion sollen außerdem internationale sowie von den Organisationen vorgeschriebene Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden.

Die sehr heterogene Fairhandelsbewegung konzentriert sich hauptsächlich auf Waren, die aus Entwicklungsländern in Industrieländer exportiert werden.

Unsere Geschichte

1985: Bescheidene Anfänge
Die Anfänge waren sehr bescheiden - alles beginnt als Lucien Reger, genannt Luss und eigentlich gelernter Elektriker, immer mehr Waschmaschinen, welche durch agressive chemische Waschmittel beschädigt wurden, reparieren muss. Da Naturprodukte ihm schon immer am Herzen lagen, informiert er sich gründlich über das Thema. Alles nicht so einfach, damals ohne Internet, und so beginnt es mit einem Artikel zum Thema im Magazin Stern, in welchem ein Öko-Ratgeber empfohlen wird. Drei deutsche Biowaschmittel-Hersteller wurden hier vorgestellt, Lucien schreibt die Hersteller allesamt sofort an. Es war Jürgen Hack, der Geschäftsführer der Firma Sodasan, der als erster antwortete. Kurze Zeit später trifft die erste Lieferung von 300 Kilogramm Biowaschmittel im privaten Zuhause ein. Mit der Einverständnis seines Arbeitgebers, kann Lucien so den geplagten Kunden im Elektroladen eine natürlichere und schonendere Alternative zu den herkömmlichen Waschmitteln anbieten. Mit dem ersten erwirtschafteten Gewinn, wird die nächste Bestellung, diesmal sind es 400 Kilogramm, in Auftrag gegeben. Während zwei Jahren geht dies so weiter, bisher nichts mehr als ein Hobby.

1987: Langsame Entwicklung
Der Wendepunkt kommt mit der ersten Oeko-Foire in Luxemburg-Stadt im Jahre 1987. Da ein eigener Stand noch zu kostspielig ist, tut Luss sich mit seinem Arbeitgeber zusammen. Da der Waschmaschinenhersteller AEG in diesem Jahr auch noch den ersten Öko-Lavamat vorstellte, passte der Zeitpunkt hervorragend. Der große Erfolg und die positive Resonanz während der Messe stimmten zuversichtlich. Mit dem Besuch der Fachmesse Biofach 1988 in Frankfurt am Main und der Kontaktaufnahme mit weiteren interessanten Herstellern wie Oshadhi und Rhassoul entwickelt sich die Geschäftsidee weiter. Anfang der 1990er Jahre kommt der US-amerikanische Kleidungshersteller Ecosport und später die deutsche Marke Cotton Country mit ins Angebot. Die Produkte wurden im Großhandel an die damals noch vielen unabhängigen Bioläden quer durch das Großherzogtum Luxemburg vertrieben.

1989: Erster Bioladen
Da dies jedoch vorne und hinten noch nicht langte, um davon leben zu können, eröffneten Lucien und seine Ehefrau Eliane, die derzeit noch als Krankenschwester tätig war, 1989 in ihrem Wohnort Dalheim parallel einen Bioladen mit dem Namen Biobuttek Pimpampel. Als die beiden 1990 ihre erste Tochter, Bettie, zur Welt brachten, entschied Lucien sich, seine Vollzeitarbeit als Elektriker aufzugeben, um seine Zeit der Familie zu widmen. Bioladen und Großhandel entwickelten sich ständig weiter, da die gesamte Branche zu der Zeit jedoch noch keine große Beliebtheit kannte, war es schwierig, von dem Geschäft leben zu können. Als 1992 sowie 1995 ihre beiden Söhne, Pit und Tom, zur Welt kamen, entschied sich Eliane ebenfalls, ihre Vollzeitarbeit aufzugeben. Spätestens jetzt gab es kein Zurück mehr: Das entschiedene Paar machte den Handel mit biologischen Produkten fortan zu ihrer Hauptaktivität.

1997: Luxembourg City
Um die damals noch recht unbekannte Bioware an den Mann zu bringen wurden Kataloge gedruckt und verteilt, doch der gewünschte Erfolg blieb leider aus. Der Verkauf auf Wochenmärkten lässt ebenfalls zu wünschen übrig; somit wird schnell klar, dass ein festes Lokal die einzige Möglichkeit ist, die Geschäftsidee voranzubringen. 1997 eröffnet Luss daher zusammen mit seiner Schwester Christiane den Laden Pimpampel Naturkleeder im Bezirk Bonneweg in Luxemburg-Stadt, einem schon damals aktiven Ort für Geschäfte aus dem Bio- und Öko-Bereich.

2006: Vergrößerung
Bis 1998 war gerade einmal ein einziges Bett mit einer einzigen Matratze im Geschäft in der rue Sigismond ausgestellt. Rasch wurde der Wunsch nach mehr Ausstellungsfläche groß, daher wurden 2006 Vergrößerungsarbeiten im Lokal durchgeführt, um mehr Betten und Matratzen ausstellen zu können. Doch auch nach der Vergrößerung wird mehr Platz benötigt, so dass man sich nur kurze Zeit später auf die Suche nach einer neuen Bleibe machte.

2009: Neues Lokal
So wurde 2009 alles in das heutige, deutlich größere Lokal in der rue Auguste Charles in Bonnevoie, nur 100 Meter von den alten Räumlichkeiten entfernt, umgezogen. Der Name Pimpampel, welcher angesichts des Produktangebots irreführend wurde, wurde im gleichen Zug in Naturwelten Bio&Fair geändert. Nicht nur in der Mannschaft wird Wert auf Kontinuität gelegt, sondern auch bei den Geschäftspartnern, welche über die vielen Jahre hinweg nicht selten zu guten persönlichen Freunden geworden sind. Die anfangs kleinen und familiären Strukturen sowie das "exotische" in der Biobranche trugen natürlich dazu bei.

2016: Online-Shop
Lucien gab nie auf und glaubte stets an den Erfolg der Bioprodukte im Textil-, Betten- und Möbelbereich. Seiner Meinung nach steht die Branche jetzt ungefährt dort, wo die Bioernährung sich vor etwa 20 Jahren befand: Das Potential ist also noch längst nicht ausgeschöpft. Diese Ansicht spiegelt sich in der Entscheidung wider, dem Zeitgeist zu folgen und Produkte nun auch online zu verkaufen und zu versenden. Ein zweiter Verkaufsladen wurde 2016 zusammen mit Akabo geöffnet, diese Zusammenarbeit musste jedoch leider im Januar 2018 beendet werden. Uns stehen noch viele Überraschungen bevor. In der Biobranche sowie auch im Unternehmen selbst. Eines ist sicher, langweilig wird es nie werden. Eine elektrisierende Geschichte!

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